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Meisterstipendiaten berichten ... Kein Tag ist wie der andere

Rätsel zu lösen ist auch privat ein Hobby von Saskia Slykermann. Vielleicht passt der Beruf Elektronikerin mit der Fachrichtung Automatisierungstechnik deshalb so gut zu ihr. Durch die Leidenschaft am Programmieren hat sie zu dem Beruf gefunden. Jetzt gefällt ihr besonders, dass er viel Abwechslung mit sich bringt.

Nach einem Studium und der Ausbildung im Betrieb des Vaters hat sie sich entschieden, die Meisterschule zu besuchen. Was ihr dabei am meisten Spaß macht erfahrt ihr im Interview.

Wann wusstest du, dass du in den E-Handwerken arbeiten möchtest?

Etwa ein halbes Jahr vor Beginn der Ausbildung. Während meines Studiums habe ich hin und wieder Programmieren müssen und dabei gemerkt, wie viel Spaß mir das macht und dass ich mir das durchaus als Beruf vorstellen kann. Also sprach ich mit meinem Vater, der im Elektrohandwerk selbstständig ist, darüber und begann in seinem Betrieb die Ausbildung.

Warum die Fachrichtung ‚Automatisierungstechnik’ – macht dir das Programmieren und Lösungen finden auch privat Spaß?

Ich liebe es, Probleme zu bewältigen und keine Anlage ist wie die andere. Da viele Aufträge im Unternehmen in das Aufgabengebiet der Automatisierungstechnik fallen, lag es nahe, diese Fachrichtung zu wählen. Automatisierungstechnik passt zu mir. Privat programmiere ich nicht. Aber ich löse gerne Rätsel, vor allem Zahlenrätsel wie Sudoku oder Kakuro.

Automatisierungstechnik ist heutzutage allgegenwärtig: Welche Trends siehst du hier für die Zukunft oder merkst du bereits an deinem Arbeitsplatz?

Ein großer Vorteil ist die Fernwartung. Maschinen, die an einem anderen Ort irgendwo auf der Welt stehen, können vom heimischen Arbeitsplatz aus überwacht und Fehler behoben werden. Das ist oftmals schwieriger als selbst daneben zu stehen und komplexe Probleme lassen sich manchmal dann doch nur durch eine Reise dorthin lösen. Doch die Möglichkeiten werden sich bestimmt mit dem Fortschritt der Technik auch hier erweitern.

Wie gestaltet sich ein typischer Arbeitstag bei dir – falls es den überhaupt gibt?

Kurz gesagt: Kein Tag ist wie der andere. Mein Beruf ist super abwechslungsreich und die Fachrichtung bedeutet für mich nicht, dass ich mich ausschließlich mit Automatisierungstechnik beschäftige. In meinem beruflichen Alltag arbeite ich oft auch im Bereich der Gebäudeinstallation. Fast alle meine Arbeitstage beginnen im Büro, wo ich mich mit meinen Kollegen austauschen kann, bevor ich auf die Baustelle für den Tag fahre - manchmal alleine, aber oft auch gemeinsam.

Was macht dir an der Weiterbildung zur Meisterin am meisten Spaß?

Am meisten macht es mir Spaß, Neues zu lernen und mit dem Wissen über Fachthemen diskutieren zu können. Die netten Leute, die man auf dem Weg zum Ziel trifft, sind ein Bonus, der auch die Prüfungen erträglich macht.