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Ausbildung der Ausbilder – Teil 2: Lehren lernen

Moin liebe E-Zubis-Fans,

heute berichte ich euch von der „Ausbildung der Ausbilder“ (Teil 2).

Die „Ausbildung der Ausbilder“, so habe ich es erfahren, ist ein sehr anspruchsvoller Kurs. Das heißt, dass man sich schon hinsetzen und lernen sollte. In dem Kurs geht es darum, wie ich einem Auszubildenden in meinem Betrieb das zu lernende Fachwissen beibringen kann.

Dabei ist es wichtig, grundlegende Dinge zu wissen, z. B. wie unterschiedliche Menschen lernen, welche Formen des Lernens es gibt und was Lernen ist. Weitere Felder drehen sich z. B. darum, wie ich ausbilde oder was für einen Ausbildungsstil ich habe. Bin ich eher der lockere oder der strenge Ausbilder oder befinde ich mich irgendwo dazwischen? Meine Aufgabe als Ausbilder ist es dann, diese unterschiedlichen Stile zur passenden Zeit und im richtigen Maße einzusetzen, damit ich vom Auszubildenden als Lehrbegleiter und Vorgesetzter wahrgenommen werde.

Auch in welchen Schritten ich ausbilden sollte, wird mir im Kurs „Ausbildung der Ausbilder“ beigebracht. Zum Beispiel ist es schlecht, wenn ich einem Auszubildenden im 1. Lehrjahr eine Aufgabe aus dem 3. Lehrjahr gebe. Stattdessen sollte ich mich an den Lehrplan, den es für jeden Beruf gibt, halten und die beschriebenen Ziele in kleinere sogenannte Feinlernziele unterteilen. Die „Ausbildung der Ausbilder“ wird bei mir als Teil 4 der Meisterausbildung anerkannt und ich habe somit die Möglichkeit, mich von diesem Teil der Meisterprüfung befreien zu lassen. Dieses Ziel verfolge ich auch mit dem Kurs, den ich jetzt fast beendet habe. Bei diesem gibt es zwei Prüfungen.

1. Der theoretische Prüfungsteil: Eine schriftliche Prüfung, wie in der Schule, in der ihr euer Wissen belegen müsst.

2. Der praktische Prüfungsteil: In diesem wird euch ein Auszubildender im 1. Lehrjahr aus einem anderen Betrieb oder ein Schüler zur Verfügung gestellt. Diesem müsst ihr anhand eines Beispiels aus dem Rahmenlehrplan seines Berufs etwas beibringen und vermitteln. Dieser Teil dauert etwa 15 Minuten und anschließend kommt die mündliche Prüfung. Keine Angst, es ist eher ein Fachgespräch, in dem ihr den Prüfern offene Fragen und Unklarheiten erklären könnt.

Dies war der zweite Teil des Kurses „Ausbildung der Ausbilder“. Beim nächsten Mal erzähle ich euch, wie die Prüfung genau verläuft und gebe eine persönliche Anmerkung zum Kurs.

Bis dahin!

Pascal