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Blitzinterview mit Elena

23 Jahre alt, arbeitet als Informationselektronikerin in der Handwerkskammer Pfalz. Aktuell macht Elena ihren Meister und hat bereits Teil 1 und 2 der Meisterprüfung in der Tasche.

Welche Vorteile hat ein Mädchen im E-Handwerk?

Das ist eine schwierige Frage, denn es gibt eigentlich keine Vorteile als Mädchen im E-Handwerk. Man bekommt das oft unterstellt: “Mädchen-Bonus” oder man würde als Mädchen in Schutz genommen werden. Aber ich finde, das ist eigentlich ziemlich gut ausgeglichen. Manchmal muss man sich behaupten, aber das muss man denke ich in jedem anderen Beruf auch.

Welche Projekte in deinem Beruf würdest du gerne angehen, wenn du dir eines aussuchen dürftest?

Da würde ich nicht direkt etwas Praktisches machen, wie zum Beispiel ein Haus verkabeln, sondern ich würde in die Informationselektronik gehen und Jugendlichen, die nicht wissen, was sie nach der Schule machen sollen, in den Beruf einführen. Ich wusste nach der Schule überhaupt nicht was ich machen soll, hätte mir jemanden damals gezeigt, was es im E-Handwerk für Möglichkeiten gibt, dann hätte mir das sehr geholfen. Denn das Elektrohandwerk ist so vielfältig und hat für jedes Talent etwas zu bieten.

Wie war damals dein erster Arbeitstag?

Ich habe bei der Handwerkskammer gelernt und vor meiner Ausbildung dort ein Praktikum absolviert - mein erster Arbeitstag war deshalb für mich genau wie während meines Praktikums und ich wusste, was mich erwartet. Alle Kollegen waren sehr nett zu mir und haben mich willkommen geheißen. Da mein erster Tag ein Freitag war, hatte ich dadurch einen super Start! 😉

Hast du durch deine Ausbildung neue Talente an dir entdeckt?

Eigentlich habe ich nicht viele neue Talente für mich entdeckt. Was ich vor allem gelernt habe ist, dass man sich in der ein oder anderen Situation überwinden muss und manchmal über seinen eigenen Schatten springen muss. Insgesamt wächst man an seinen Aufgaben, fachliches Wissen und handwerkliches Können entwickeln sich im Laufe der Zeit und man lernt immer mehr dazu.

Welchem Star folgst du am liebsten bei Facebook oder Instagram? 

Ich bin kein Fan von Social Media und folge aus diesem Grund keinem Star oder Influencer. Dennoch habe ich Vorbilder. Meine größten Vorbilder sind für mich tatsächlich im Alltag, wie zum Beispiel meine Ausbilder, die immer ein offenes Ohr für mich hatten, alles wissen und mir so viel beigebracht haben.

Etwas, ohne das du nicht leben könntest? 

Wahrscheinlich die Region, in der ich lebe. Ich lebe in der Südwest-Pfalz, wir haben aktuell ein bisschen Schnee und die Sonne scheint. Für mich ist das ein guter Ausgleich zur Arbeit, die Natur genießen und wandern. Das alles weiß man, in der aktuellen Corona Situation erst so richtig zu schätzen.